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Johanneskirche Burgthann


Kirchenweg 7, 90559 Burgthann

1960/61



Kirche

Grundsteinlegung am 21. Mai 1960

Einweihung 02.07.1961

Aus welcher Richtung man kommen mag, der hohe Turm der neuen evangelischen Kirche von Burgthann grüßt in der bergigen Landschaft schon aus großer Weite. Er soll den ermutigen, der es nicht gar zu eilig hat, anzuhalten und einzutreten, und als mahnender Zeigefinger den Blick und den Sinn der Menschen vom irdisch-allzuirdischen Hasten weg in die Höhe lenken. So hat man in der Konzeption der Kirche kein Experiment gewagt und das neue Gotteshaus dem Ortsbild gerecht erbaut. Wer in die Kirche eintritt, der muss zuvor durch das aus Kupferblech getriebene Portal und kommt in der Vorraum, der einen wohlgelungenen und guten Übergang zwischen dem Raum der Welt und dem sakralen Raum schafft. Er dient somit nicht nur als „Windfang“, sondern als Station, die den Kirchenbesucher zur inneren Ruhe und Andacht vorbereiten soll. Durch die zweite Kirchentür treten wir in das Kirchenschiff ein, in die Stätte, an der sich Gott und Mensch begegnen. Es ist verständlich, dass der Kirchenbau eine schöne und hohe, aber auch eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe ist.
Schön und hoch, weil eine Kirche ja nicht nur irgendein Versammlungsraum für so und soviele Menschen ist, sondern ein jenseitiger, göttlicher Bereich. Lobpreis Gottes muss eine der ersten Absichten der Kunst in der Kirche sein. Das Gestalten im Material steht unter dem gleichen Vorzeichen wie unser Reden in der Kirche. Es ist ein Offenbaren und Verhüllen zugleich. Da aber dieses „Jenseitige“ mit so irdischen Dingen wie Sand und Steinen, Zement und Eisen, Holz und Farben zum Ausdruck gebracht werden muss, darum gehört diese Aufgabe mit zu den schwierigsten.
Regierungsbaumeister Eberhard Braun, Neuendettelsau, nach dessen Plänen die neue Kirche erbaut worden ist, hat hier im Innenraum der Kirche eine Synthese zwischen altem und neuem Baustil gefunden die von manchem Besucher als glücklich empfunden werden mag.
Fresko
Das über dem langgestreckten, klargegliederten Kirchenschiff gezogene Zeltdach – in warmem Lärchenholz gearbeitet – verleiht dem Raum eine schlichte Weihe. Ohne Zierrat, allein auf das wesentliche hinführend, öffnen sich dem Eintretenden die wichtigsten Stücke evangelischen Gottesdienstes.








 

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