Julia Winkel stellt sich vor

Liebe Gemeinde Burgthann, ich heiße Julia Winkel, bin 21 Jahre alt und studiere Religionspädagogik an der evangelischen Hochschule in Nürnberg. Ursprünglich komme ich aus Dentlein in Westmittelfranken (in der Nähe von Dinkelsbühl). Dort bin ich aufgewachsen und habe nach meinem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim CVJM Landesverband Bayern gemacht.

Teil meines Studiums ist ein praktisches Studienjahr, in dem ich bis Ende Juni 2020 sowohl in der Schule als Religionslehrerin als auch in einer Kirchengemeinde eingesetzt bin. Ich freue mich, mein Praxisjahr hier in der Kirchengemeinde Burgthann verbringen zu dürfen, neue Erfahrungen zu sammeln und bin gespannt, Sie und Euch kennenzulernen. Julia Winkel



Festgottesdienst in der Burgkapelle

Anfang Oktober 1949 fand in der Kapelle der Burgthanner Burg ein ganz besonderes Ereignis statt: Pfarrer Lodter und Pfarrer Komma weihten gemeinsam mit Oberkirchenrat Schieder aus Ansbach die Kapelle als Gottesdienstraum für beide Konfessionen ein. Für zwölf Jahre kamen die Christen am Ort in diesem von sehr starken Mauern umwehrten Raum für Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten zusammen.

Für die Evangelischen Christen war das ein erster wichtiger Schritt. Noch bedeutender war sicherlich, dass im Anschluss der Kirchbauverein, der sich schon vor dem Krieg formiert hatte, nicht locker ließ. Mit großem Einsatz ging das Projekt einer eigenen Kirche für Burgthann weiter. 1953 wurde die Kirchengemeinde Burgthann gegründet, Pfarrer Lodter bezog ein Pfarrhaus in Burgthann – eine sehr schwierige Angelegenheit, weil ja das Pfarrhaus für Altenthann/Burgthann in Altdorf stand – und schließlich konnte das Grundstück oberhalb des Schrammel-Hofes erworben werden. Burgthann war inzwischen viel größer als Altenthann und die Aufgaben waren reichhaltig. Der Pioniergeist der damaligen Gemeindeglieder zusammen mit ihrem Pfarrer und dessen Familie hat den Weg für die Entwicklung geebnet.

Wenn man sich die Herausforderungen der Zukunft anschaut, dann möchte man sich diesen Geist zurück wünschen. Denn die Veränderungen sind unverkennbar, im Ort und in der Gemeinde.



Der Frauenkreis in Pyrbaum

Besichtigung der Evangelischen Kirche in Pyrbaum

In diesem Jahr besuchten wir die Evangelische St. Georgs-Kirche in Pyrbaum, direkt am Marktplatz gelegen, hundertmal vorbeigefahren, aber bis auf wenige Ausnahmen nie drinnen gewesen…
Nach der herzlichen Begrüßung durch Pfarrer Klaus Eyselein führte uns Gerd Heck aus Oberhembach durch das stattliche Gotteshaus, schon 1291 erstmals urkundlich erwähnt. 1702 entstand der bemerkenswerte Hochzeitsaltar.
Der letzte Wolfsteiner, Graf Albrecht von Wolfstein samt seinen beiden Ehefrauen liegt dort begraben.
Nach einem Brand an Ostern 1926 – dabei kam die Mesnerin ums Leben, deren Familie seit 150 Jahren schon im Turm wohnte -, konnte die Kirche in beachtlichen neun Monaten wieder aufgebaut werden. Das neue Chorgestühl gibt es heute noch.
In Pyrbaum wird Ökumene gelebt: seit 27 Jahren gibt es ein ökumenisches Fest, worauf man sehr stolz sein kann.
Nach dem Kirchenbesuch ließen wir den Abend bei Pizza und Pasta in der Trattoria da Pino ausklingen. Mehr Abbildungen - hier



Mit den Jubilaren an der Bushaltestelle „Segen“

Mit einem großen Festgottesdienst feierten 17 Gäste ihr Konfirmationsjubiläum in der Johanneskirche. Acht Goldene und neun Silberne waren gekommen, um sich an ihre Konfirmation mit damaligen Wegbegleitern zu erinnern.
Schon vor dem Gottesdienst entsponnen sich die ersten Gespräche unter denen, die sich lange nicht gesehen hatten. Man staunte, wie gut der andere noch aussieht, und lachte über so manche Eigenheit, die sich aus der gemeinsamen Konfirmandenzeit in Erinnerung rief.
Zusammen mit dem Kirchenvorstand zogen die Jubilare in die Kirche ein. Pfarrer Bernhard Winkler hatte für die Gemeinde besondere Postkarten dabei: Auf der Insel Bornholm in Dänemark gibt es eine Straße mit Namen „Segensvej“. Und in der Mitte dieser Straße heißt eine Bushaltestelle „Segen“. So sprach der Geistliche den Jubilaren den Segen Gottes zu.
Dabei ließ er auch nochmal die jeweiligen Konfirmationsjahre mit ihren Besonderheiten Revue passieren. Da gingen die Erinnerungen von den Beatles über Michael Schumacher bis zum Phantomtor der Münchner gegen den Club vor 25 Jahren – quasi dem Vorgänger des Videobeweises.
Nach dem Gottesdienst war dann Zeit beim gemeinsamen Mittagessen sich über die Erlebnisse der vergangenen Jahre auszutauschen. Pfarrer Winkler erinnerte an die Highlights der jeweiligen Konfirmationsjahre und brachte mit seiner Gitarre die Hits aus selbiger Zeit zu Gehör: 1969 waren das die Edwin Hawkins Singers mit ihrem Evergreen „O Happy Day“, und im Jahr 1994 verzauberte Helge Schneider die Nation mit seinem „Katzenklo“.
Alle sangen mit und freuten sich über die gelungene Feier.




Dank an Ehrenamtliche

Ohne die tatkräftige Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könnte vieles von dem, was in unserer Kirchengemeinde angeboten wird, nicht geschehen.

In unserer Gemeinde engagieren sich über 140 Ehrenamtliche.

Wir erachten es nicht als selbstverständlich, dass sich unsere Kirchenvorstände, Kirchpflegerin, Gemeindehilfen, Hausmeister, Gärtnerehepaar, die Helfer rund um unsere Festgottesdienste, die Mitglieder der Kantorei und die Teams der Haus-, Senioren-, Gemeindehilfen-, Frauen- und Jugendkreise, u. v. m. in die Gemeindearbeit unserer Kirche einbringen. Auch der örtliche Obst- und Gartenbauverein unter der Leitung von Herrn Ernst Doleschal hilft tatkräftig mit, dass im Frühjahr regelmäßig die Bäume und Sträucher auf den kirchlichen Grundstücken fachgerecht gekürzt und ausgeschnitten werden.

Deshalb bedanken wir uns bei allen ganz herzlich, die sich in unserer Kirchengemeinde mit Herz, Energie und Leidenschaft für andere einsetzen!




Wir in Irland

Acht wundervolle Tage durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ökumenischen Fahrt nach Irland verbringen.
Drei große Themen waren dabei die Reisebegleiter: der einstmalige Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland, die Bedeutung der Irischen Mönche für die Verbreitung des christlichen Glaubens in West-Europa und die Auswanderungswelle der Iren nach Nordamerika im 19. Jahrhundert. Das Ganze natürlich in dieser wundervollen Landschaft der grünen Hügel, die wie ein bewachsenes Meer sich um den Besucher spannt.
Viele Gespräche und Informationen, leckeres Essen und feine irischen Getränke, interessante Städte (Belfast, Dublin, Derry) und Orte der Spiritualität, steile Klippen und vom Wind gegerbte Landschaften. Und dazu eine ökumenische Gemeinschaft in der Reisegruppe, die in großer Harmonie und bester Laune eine kurzweilige Fahrt ermöglichte.




Jazz-Gottesdienst mit den Voices of Spirit

„So ungefähr stelle ich mir einen rundum gelungenen Gottesdienst vor!” – Mit diesem Kommentar verabschiedete sich Pfarrer Bernhard Winkler von Brigitte Urdaneta, der Leiterin des Chores „Voices of Spirit“. Mit großem musikalischem Schwung und gesanglicher Präzision hatte das Vokalensemble aus Unterferrieden, begleitet von einer mitreißenden Band um Pianist Norbert Hiller, den Gottesdienst zum Jazz-Wochenende in der Burg gestaltet. Der Musik entsprechend entspann sich das Thema „Zwischentöne“. Der Jazz lebt vornehmlich von eben diesen, in der Fachsprache „Blue Notes“ genannten, Abweichungen. Die Zwischentöne in den Gleichnissen Jesu machen auch in der biblischen Botschaft einen großen Unterschied, konnte Pfarrer Winker in seiner Predigt ausführen. Beim abschließenden Gospel-Klassiker „O when the Saints“ waren die Besucher aufgestanden und klatschten und sangen mit. Die Atmosphäre war für einen Gottesdienst an einem Sonntag in einer eher ländlichen evangelischen Gemeinde wohl ausgesprochen locker. Die Freude war am Ende allen ins Gesicht geschrieben.




Gemeindehilfen-Ausflug nach Habsberg

Bei strahlendem Sonnenschein führte der Ausflug der Gemeindehilfen und Senioren zunächst in die Wallfahrtskirche nach Habsberg. Nach diesem barocken Erlebnis ging es zum Mittagessen in die angeschlossene Gastronomie und dann frisch gestärkt zur Sternwarte nach Neumarkt. Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem aufgebauten Teleskop einen originalen Blick auf unsere Sonne werfen. Schließlich ging es ins Café am See, wo die Burgthanner – mal wieder – sonnige Kaffeeluft schnuppern konnten.



Veeh-Harfen Konzert im Seniorenkreis

Großen Anklang fand ein Konzert der Schwarzenbacher Veeh-Harfen Gruppe im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche Burgthann. Die acht Musikerinnen und Musiker brachten auf ihren Instrumenten zahlreiche Stücke aus dem christlichen Liedgut, aber auch Volksweisen und sogar klassische Stücke wie ein Menuett von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Die Veeh-Harfe ist ein speziell entwickeltes Instrument, bei dem das Notenblatt unmittelbar hinter den Saiten liegt und so leichter zu spielen ist. Dennoch verlangt es einige Übung, wenn man in einem Ensemble musiziert und dazu recht anspruchsvolle und mehrstimmige Sätze im Repertoire hat. Das Konzert im Rahmen des Seniorennachmittags fand bei den Zuhörern großen Anklang. Regina Hiltner-Gaar bedankte sich im Namen der Senioren sehr herzlich für den gelungenen Nachmittag bei Barbara Scheuschner, die die musikalische Leitung der Veeh-Harfen Gruppe inne hat.



Weinstock und Reben

Wie jedes Jahr kam der Obst- und Gartenbauverein Burgthann in die Gärten der Kirchengemeinde, um die Obstbäume zu schneiden.

Dabei fiel Herrn Kurt Kohler auf, dass hinter dem Gemeindehaus ein wertvoller Weinstock ein trostloses Dasein fristet.

Kurz entschlossen machte sich Herr Kohler ans Werk, diesem Weinstock eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Dazu merkte er an: „Ich meine „der Weinstock und die Reben“ sind markante biblische Synonyme und müssen daher auf einem kirchlichen Grundstück unbedingt gut gedeihen. Da „der Herr keine anderen Arbeiter“ in seinen Weinberg (hinter dem ev. Gemeindehaus) sandte, habe ich nun diese Arbeit gerne gemacht. Ich hoffe, dass Sie viel Freude bei der späteren Weinlese haben.“

Wir danken Herrn Kohler und dem OGV ganz herzlich für ihre großartige Unterstützung!

Die nächsten Veranstaltungen des OGV finden sie im Mitteilungsblatt der Gemeinde.



Dekanatsmusikschule

Luft nach oben – Ran ans Blech
Seit zwei Jahren gibt es zur Förderung der Posaunenchorarbeit in unserem Dekanat eine Dekanatsmusikschule, an der professioneller Musikunterricht in den Fächern Posaune, Trompete, Flügelhorn und Co. erteilt wird. An den Standorten Altenthann, Altdorf und Feucht unterrichten derzeit die Dozenten Theresa Pröbstl, Philipp Wild und LPW Ralf Tochtermann (Nachwuchs-) bläser für die Posaunenchöre. Bei einem ersten Vorspielabend zeigten die jungen MusikerInnen, was sie gelernt haben und musizierten gemeinsam mit den „Alten Hasen“.
Neue Kurse beginnen wieder nach den Schulsommerferien, Anmeldungen sind jetzt schon möglich. Der Unterricht kostet monatlich 75/55/37€ für wöchentlichen Unterricht von 45/30/20min. Leihinstrumente können i.d.R. kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Bei großer Nachfrage sind auch weitere Unterrichtsstandorte im Dekanat denkbar. Wer die Nachwuchsbläser unterstützen möchte, kann dies z.B. mit einem Bläserstipendium tun. Ab einem Betrag von monatlich 20 € kann so ein Teil der Unterrichtsgebühren finanziert werden.
Alle Fragen beantwortet gerne Dekanatssekretärin Iris Morell unter 09187 909020 oder dekanat.altdorf@elkb.de.

Text: Almut Beyschlag