Der Herr ist Auferstanden – Halleluja

Mit einem Osternachtgottesdienst um 5:30 Uhr in der Johanneskirche und einem Osterfestgottesdienst um 10:00 Uhr auf dem Kirchplatz feierten wir das wichtigste Fest der Christen, die Auferstehung Jesu.

Die Orgel – Instrument des Jahres 2021

Helmut F. drückt auf den Schalter. Sofort kommt ihm etwas komisch vor: Ein lautes Zischen ist zu hören. Er fühlt mit den Händen, prüft mit Blicken, aber es ist nichts erkennbar. Er zieht drei der Knöpfe und drückt eine Taste – nichts. Drei andere Knöpfe - wieder nichts. Er zieht den Kragen seiner Jacke hoch, geht zur Brüstung und ruft zum Pfarrer in die Kirche runter: „Die Orgel ist defekt, die macht keinen Ton!“

Der Super-GAU kurz vor dem Gottesdienst. Die kalte, trockene Winterluft hat die Lederdichtungen zwischen den Ventilen austrocknen lassen, jetzt sind sie nicht mehr dicht. Der Motor der Windlade schiebt die Luft durch die Leitungen, aber an den Ventilen geht sie raus. Es zischt wie bei einem kaputten Fahrradschlauch. Aber es kommt keine Luft mehr in die Pfeifen. Deshalb kein Ton.

Was ein Glück, dass in der Sakristei noch eine Gitarre steht. Der Gottesdienst ist gerettet. Aber der Orgel muss geholfen werden. Die Lederdichtungen brauchen Feuchtigkeit. Ein Luftbefeuchtungsgerät kann hier helfen.

Helmut F. ist inzwischen als Organist im Ruhestand. Die Orgel ist heute kaum noch in Betrieb. Dieses Beispiel zeigt aber, wie empfindlich und kompliziert dieses Instrument ist. Aus grob vier Teilen besteht eine Orgel: den Pfeifen, dem Motor für die Luft, den Ventilen und Leitungen und schließlich dem Spieltisch mit den Tasten. Die Pfeifen sind aus Holz und Metall, der Motor aus Eisen und Kupfer, der ganze Rest aus Holz. Unzählig viele große, kleine und kleinste Teile sind verbaut. Viele Orgeln sind ein wahres Meisterwerk der Technik beziehungsweise der Mechanik.

Seit fast 2000 Jahren werden Orgeln gebaut. Die Orgel der Basilique de Valère in Sion in der Schweiz gilt als eine der ältesten noch bespielbaren Orgeln. Sie ist fast 600 Jahre alt. Inzwischen gibt es Orgeln in allen Variationen: Als gigantische Bauwerke mit über tausend Registertasten, als Truhenorgeln im Kühlschrankformat, als Halbelektronische Instrumente, die man auch programmieren kann und somit den Organisten spart. Wurden Orgeln für lange Zeit ausschließlich in Europa gebaut, gibt es inzwischen eine Orgelbaufirma in Tansania (eine Orgel dieser Firma steht in der St. Jakobskirche in Rothenburg o.d.T.). Es gibt eine Orgel, die aus Porzellan gebaut ist, und eine aus Marmor, und sogar eine aus Bambus. Es gibt Orgeln, gegen die ein Flugzeugcockpit geradezu übersichtlich aussieht. Und es gibt die Drehorgel, die lediglich einen ruhigen Arm braucht.

Wolfgang Amadeus Mozart hat die Orgel einmal als „Königin der Instrumente“ bezeichnet. Dieser Ausspruch hat sich bis heute bewahrt. Eine Orgel ist ein ganzes Orchester. Von den ganz piepsigen Höhen bis zu wummernden Bässen bietet sie alles. Manche Pfeifen klingen wie ein Saxophon, andere wie eine knarzende Tür, oder wie ein Schwarm lustiger Vögel. In manchen Orgeln ist sogar ein Glockenspiel verbaut. Aber es gilt immer: Jede Orgel klingt nur so gut, wie sie gespielt wird. Und da sind wir bei den Organisten. Bis heute ein echter Beruf. Das kann man sogar studieren: Kirchenmusik – Schwerpunkt Orgelspiel. In unserem Dekanat Altdorf kann man das Orgelspiel mit Unterricht erlernen. Das ist nämlich gar nicht so einfach, weil man ja nicht nur mit den Händen spielt sondern auch mit den Füßen. Da braucht es einiges an Koordination und Rhythmusgefühl. Aber dann hat man ungeahnte Möglichkeiten, Klänge und Tonfarben zu mischen und zusammenzusetzen.

Die Orgel ist in der Regel in einer Kirche zu Hause. Sie begleitet den Gottesdienst und gibt der Feier einen Rahmen. Dabei ist sie nicht nur Stimmgeberin, sondern auch Stimmungsgeberin. Ob getragen oder fröhlich, feierlich oder melancholisch – wie die Orgel spielt, nimmt die Gottesdienstbesucher gleich in ein Thema mit hinein. Am Friedhof hilft sie, der persönlichen Trauer Raum zu verschaffen, bei der Hochzeit beschert sie dem Brautpaar den Triumpfzug. Sie ist die erste Stimme Gottes, und dann auch die letzte.

In diesem Jahr ist die Orgel zum „Instrument des Jahres 2021“ gewählt worden. Wir gratulieren ihr zu diesem Titel und hoffen, dass sie damit die ihr gebührende Aufmerksamkeit bekommt. Unsere Orgel in Burgthann braucht jetzt vor allem die Aufmerksamkeit eines Orgelbauers. Sie hat ein paar kleinere Abnutzungsspuren und kleinere Schäden. Die wollen wir reparieren. Die Kosten sind auf ca. 25.000 € angesetzt. Darum bitten wir in diesem Jahr um ihre Mithilfe durch das Kirchgeld – den Brief dazu erhalten sie im Juni – und durch Spenden. Damit unsere „Königin“ auch weiterhin die Kirche zum Klingen bringt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,
Ihr Pfarrer Bernhard Winkler

Zurück aus der Babypause

Meike Krieger ist seit dem 01.03.2021 aus der einjährigen Babypause zurückgekehrt und mit 6 Wochenstunden wieder im Kinder- und Jugendbereich der Kirchengemeinde tätig.
Sie unterstützt Irene Wagner im Kindergottesdienst (derzeit KiGo in der Tüte) und plant und führt einzelne Projekte durch.

Seniorenkreis „Telef-on-line“

Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Senioren der Kirchengemeinde zu einem Telefontreffen. Das Hallo erklang gleich zu Beginn aus allen Leitungen. Wie geht es dir? war die bestimmende Frage. Dabei wurde deutlich: Jeder und jede ist sehr aufmerksam auf den anderen. War man früher vielleicht geneigt, sich selber mit seinen eigenen Problemen im Vordergrund zu sehen, ist jetzt eine große Sensibilität für die allgemeine Lage zu vernehmen. Das gilt wahrscheinlich für alle Bereiche der Gesellschaft – ein nicht zu unterschätzender positiver Effekt der Pandemie!

Veronika Nette konnte neue Informationen zur gegenwärtigen Impfpraxis geben. Es geht voran, wenn auch nicht so schnell, wie mancher gehofft hatte. Es gab auch einiges zu Lachen, war es doch der „Unsinnige Donnerstag“ in der Faschingszeit. Schließlich versprach Pfarrer Winkler, die technischen Probleme, die sich bei manchen eingestellt hatten, bis zum nächsten Treffen am 04. März zu beheben, so dass alle eine sichere Verbindung bekommen und zudem das Verfahren deutlich einfacher wird.

Jahrzehnte der Gemeindearbeit

Wie lange die Geschwister Waltraud Wagner und Walter Pölloth sich in unserer Kirchengemeinde engagieren, ist gar nicht genau zu sagen. Aber es sind bereits Jahrzehnte, die sie als Gemeindehilfen und Kirchenvorstände aktiv waren.
Angefangen hat es bei Walter Pölloth als Konfirmand. Pfarrer Lodter war seinerzeit der Meinung, dass es für die Gemeinde einen Brief brauche, der monatlich verteilt wurde. Kurzerhand verpflichtete er seine Konfirmanden, diesen ersten Gemeindegruß im Jahr 1958 von Haus zu Haus zu verteilen. Der musste damals noch direkt bezahlt werden. „30 Pfennig mussten wir bei jedem kassieren!“ erinnert sich Pölloth. Pfarrer Nonnast, der auf Pfarrer Lodter folgte, war dann der Meinung, dass dieses Austeilen des Gemeindegrußes besser Frauen machen. So entstand der Kreis der Gemeindehilfen, der bis heute aktiv ist. Waltraud Wagner hat das Amt dann vor über 20 Jahren von ihrer Mutter übernommen und Bruder Walter war der, der das Sammeln der Spenden übernahm.
Jetzt konnten sie in den wohlverdienten „Ruhestand“ verabschiedet werden. Pfarrer Winkler überbrachte Blumensträuße und den allerherzlichsten Dank der Kirchengemeinde.

Neues aus unser Partnergemeinde in Tansania

Tansania erlebt gerade eine sehr komplizierte und auch bedrohliche Entwicklung: Durch Touristen aus Russland ist es im Land zu einer zweiten Coronawelle gekommen. Weil aber die Regierung die Existenz dieser Krankheit im Land ablehnt und auch die Verbreitung von Nachrichten über Corona unter Strafe gestellt hat, gibt es keine offiziellen Zahlen. Ein Abgeordneter der Opposition hat nun auf eine besondere Gefahr hingewiesen: Sollte es so sein, wie die Regierung sagt, dass es in Tansania kein Corona gäbe, dann müsste sich das Land bei der Verteilung von Impfstoffen selber an die letzte Stelle setzen. Was das für die Zukunft vor allem im Bereich des Tourismus bedeute, der ja für das Land enorm wichtig sei, wäre dann nicht abzuschätzen. Sehr verklausuliert geht es um nicht weniger als den Zusammenbruch der Wirtschaft in diesem ohnehin sehr armen Land.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Mit Hilfe amerikanischer und holländischer Geldgeber konnte für die Gemeinde Endallah ein Auto angeschafft werden. Das ist in dieser sehr weitläufigen Landschaft südlich von Karatu überaus sinnvoll und hilfreich. Die Gaben der letzten Erntedanksammlung in Burgthann und Altenthann werden unter anderem für einen Kirchbau in Basodawish eingesetzt. Näheres hierzu in Kürze.

Taufen an der Sophienquelle

Letztes Jahr entstand, sozusagen als Nebeneffekt der Corona-Krise, die Idee Taufen an der Sophienquelle zu halten. Sofern es die gesetzlichen Beschränkungen wieder erlauben und wärmere Temperaturen herrschen, sind auch im Jahr 2021 wieder Taufen an der Sophienquelle möglich. Ein leichter handelbares Hygienekonzept und der romantische Ort machen den Tag zu etwas ganz Besonderem.

Pflanzaktion für die Täuflinge
Die Administratorin der Stromer‘schen Kulturgut-, Denkmal- und NaturStiftung, Freifrau Stromer von Reichenbach-Baumbauer, bietet zudem allen Eltern, deren Kinder 2020 und 2021 an der Quelle getauft wurden, die Möglichkeit einen Baum für Ihr Kind zu pflanzen. Zusammen mit dem verantwortlichen Förster der Stiftung soll im Herbst in der Nähe des Schlosses Grünsberg ein Waldstück dadurch nachhaltig aufgeforstet werden.

Terminvereinbarungen und Details im Pfarramt, Tel. 3187

Garagenanbau am Gemeindehaus

Dank des Kirchgeldes unserer Gemeindeglieder konnte die Garage neben dem Gemeindehaus gesetzt werden. Nun können viele Dinge, die momentan im Gemeindehaus selber den Platz versperren, gut untergebracht werden und zugleich kann der marode Gartenschuppen mit den Gerätschaften abgerissen werden. Wir sagen ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde und den Kirchenvorstand, der dieses Projekt verwirklicht hat.

„Weihnachts-Zug“ rollte an Heilig Abend durch Burgthann

Der „Weihnachts-Zug“ rollte am 24. durch den Ort und hielt an verschiedenen Stationen an, um die Menschen in den Ortsteilen zu einer weihnachtlichen
Besinnung einzuladen.
Herzlichen Applaus gab es dabei für die Bläserinnen und Bläser der Accoustic
Affairs, die mit ihren Weihnachtsliedern für die richtige Stimmung sorgten.

Das AWO Seniorenheim Mimberg in Coronazeiten

Die Bewohner*innen in Seniorenheimen sind von der Coronaepidemie ganz besonders betroffen. In der Sommerzeit konnten wir mit Gottesdiensten im Innenhof des AWO Seniorenheims in Mimberg zumindest weiter Kontakt halten. Besuche im Haus waren schwierig und wir haben auch davon meist Abstand genommen, um die Bewohner nicht zu gefährden. Und so war Phantasie und Kreativität gefragt.
Für Weihnachten wurden Briefe geschrieben, mit einem Gruß der Gemeinde und von Kindern gemalte Bilder überbracht. In den Wohneinheiten wurden von den Mitarbeiter*innen des Hauses kleine Weihnachtsfeiern abgehalten, was den Bewohnern sehr gut getan hat. Die Bewohner haben in der Vorweihnachtszeit Plätzchen gebacken, Weihnachtsgeschichten vorgelesen, Adventslieder gesungen, Bratäpfel gebacken. Da war das Konzert des Posaunenchores Altenthann im Innenhof ein lebendiger, besonderer Weihnachtsgruß zum 4. Advent.

Dafür an dieser Stelle nochmals den herzlichen Dank aller aus dem Rudolf -Scharrer Haus, die sich sehr über diesen besonderen Besuch gefreut haben.

Dank an die Blaue Traube

Über 10 Jahre lang hat der Gasthof Blaue Traube den Kindergarten und auch den Hort in Burgthann mit Mittagessen versorgt. Die ausnahmslos ausgezeichnete Qualität und der immer unkomplizierte Service sind dabei besonders hervorzuheben. Leider hat sich nun eine Umstrukturierung bei dem Caterer ergeben, so dass die Zusammenarbeit beendet werden musste.

Als Dank und Anerkennung überreichte Pfarrer Winkler der Inhaberin Steffi Eckardt einen Blumenstrauß.

Erntedank 2020

Das war ein tolles und volles Wochenende: Erntedank konnte in diesem Jahr trotz Corona mit vielen unterschiedlichen und tollen Momenten aufwarten. Los ging es mit der Sammlung der Konfirmanden, die diesmal keine Lebensmittel mitnehmen durften. Dafür kamen 3.700 Euro zusammen, was einen neuen Rekord bedeutet. Das Geld konnte dann aufgeteilt werden zwischen unseren Partnergemeinden in Tansania, der Tafel in Burgthann und der Wohngruppe der Rummelsberger Dienste für junge Menschen. Für letztere Einrichtung nahm Thomas Manger, Gruppenleiter seit vielen Jahren, zusammen mit den Jungs der Wohngruppe einen Scheck von 500 Euro entgegen. Damit wird eine Freizeit im kommenden Jahr mitfinanziert.

Am Sonntagmorgen war dann Gottesdienst mit Großaufgebot: Nicht allein die Kantorei kam (mit reduzierter Besetzung – wegen der Abstände), sondern auch der neue Altdorfer Dekan Martin Adel. In seiner Predigt verknüpfte er die lebenserhaltenden Gaben der Natur mit den lebenserhaltenden Diensten von Menschen. Beides sei eine Gabe Gottes, die wir in Dankbarkeit annehmen. Pfarrer Bernhard Winkler wies auf die Aktionen am Nachmittag für Kinder und Familien hin: „Danke, dass ihr da seid!“


Und das war der dritte Teil des Festes: An acht Stationen konnten Kinder und Familien Danke sagen. Mit Plakaten und Smarties, mit Seifenblasen und mit schwimmenden Kerzen. Der Dank galt besonders all jenen Menschen, die uns in diesem Jahr mit ihrer Arbeitskraft das Überleben gesichert haben. So wie die Lehrerinnen der Grundschule oder die Mitarbeitenden der Apotheke. Der Dank der Kirchengemeinde gilt am Ende allen, die diese neue Form des miteinander Feierns ermöglicht haben.

Gemälde instandgesetzt

Die Spuren waren deutlich sichtbar: Kratzer, weiße Flecken und kleine Löcher machten eine fachkundige Bearbeitung des Wandgemäldes in der Johanneskirche notwendig. Simone Clodius, Kirchenmalerin aus dem benachbarten Prackenfels, nahm sich eine Woche lang dieser mühseligen Arbeit an. Mit viel Geduld und feiner Hand ging sie an all die kleinen und großen Schäden an dem Fresko heran. Jetzt erstrahlt das große Bild vom Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern wieder im ursprünglichen Glanz. Wir sagen herzlichen Dank für diese wertvolle Arbeit. Ca. 1.500 € werden für Materialien und Arbeitsleistung fällig, aber das Geld ist bestens investiert. Wer die Gemeinde unterstützen möchte, der kann gerne eine Spenden für die Restaurierung geben.

Konfirmation 2020 in Burgthann

Vermutlich noch nie hat eine Konfirmation in Burgthann im September stattgefunden. Und wahrscheinlich hat noch nie der Pate oder die Patin beim Segen die Hand aufgelegt und nicht der Pfarrer. Aber in diesem Jahr war und ist alles anders. Trotzdem konnten die 13 Jugendlichen unserer Gemeinde ein tolles Fest feiern. Dank an die Familien, die Konfirmanden und an den Kirchenvorstand, die das so möglich gemacht haben.

Petra Reinfelder stellt sich vor

Liebe Gemeindeglieder,
viele von Ihnen kennen mich bereits seit vielen Jahren. Ab September 2002 war ich zuerst als Erzieherin und später als Leitung im Ev. Haus für Kinder „Die Buchfinken“ in Mimberg tätig. Von 2016 bis 2019 konnte ich mit Unterstützung der Kirchen-gemeinde ein berufsbegleitendes Studium absolvieren und mit dem Bachelor of Arts Social Management erfolgreich beenden.
In dieser Zeit habe ich ein Familienprogramm ins Leben gerufen, das nun bereits im dritten Jahr mit der Unterstützung verschiedener Kooperations-partner durchgeführt werden kann. So können, soweit es die Bestimmungen zulassen, in der Zeit von Oktober 2020 bis Juli 2021 eine Vielzahl an Veranstaltungen für Eltern angeboten werden.
Im Sommer habe ich nun die Möglichkeit erhalten, die Stelle als KiTa-Verwaltungsleitung für die Kirchengemeinden Burgthann, Altenthann und Winkelhaid zu übernehmen. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und viele Begegnungen in der Gemeinde.
Persönlich treffen Sie mich in meinem Büro im Gemeindehaus Burgthann, im Kirchenweg 9, an. Weitere Kontaktdaten und Infos finden Sie hier: Ev. Familienprogramm Burgthann

Herzliche Grüße
Ihre Petra Reinfelder

Neuer Dekan in Altdorf

Seit 1. August haben wir einen neuen Dekan in Altdorf. Martin Adel hat in seiner Dienstzeit in verschiedenen Regionen der bayerischen Landeskirche gewirkt und war zuletzt zwölf Jahre in Fürth. Seine Frau arbeitet als Anästhesistin am Fürther Klinikum. Die beiden haben fünf Kinder und drei Enkelkinder.
Martin Adel freut sich auf seinen Dienst hier im Dekanat und auf die Fortsetzung der Kooperationen mit den Dekanaten Hersbruck und Neumarkt.
Wir freuen uns, Dekan Adel am 4. Oktober, 10 Uhr, zum Erntedankfest als Prediger bei uns in Burgthann begrüßen zu können.

40 Jahre Dienst an der Orgel

Ein ganz besonderes Jubiläum feiert dieser Tage Wolfgang Jacob aus Burgthann. Vor 40 Jahren, im zarten Altern von 14 Jahren, begann sein Dienst an der Orgel der Johanneskirche. Der damalige Pfarrer Hermann Lehr stellte den jungen Musiker ein, da sich sein außerordentliches Talente schon sehr früh zeigte.

Bis heute ist der Jubilar seiner Gemeinde treu geblieben und hat in vielfältiger Weise das kirchenmusikalische Leben über die Jahrzehnte mit geprägt. Jacob ist auch in umliegenden Gemeinden wie Feucht und Altdorf regelmäßig aktiv und spielt nicht nur die Sonntagsgottesdienste sondern auch viele andere Feste wie Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen. Seine Spezialität sind dabei vor allem die technisch anspruchsvollen Werke des Spätbarock.

Inzwischen ist der umtriebige Musiker vielseitig engagiert. Sein Musikverlag „Edition Stringendo“ hat in den vergangenen Jahren viele bislang unentdeckte Kompositionen namhafter Altmeister der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Außerdem hat er sehr tatkräftig der Neuformierung des vormals von Kurt Karl dirigierten Neumarkter Orchester „Collegium Noricum“ angenommen und mit dem traditionellen Jahresschlusskonzert im Neumarkter Reitstadl bereits einen großen Erfolg feiern können.
Am Sonntag, 02. August, wurde Wolfgang Jacob im Gottesdienst für sein Wirken geehrt.

Danke an unsere Ehrenamtlichen

Der Obst- und Gartenbauverein hat wieder tatkräftig mitgeholfen, die Grünanlagen um die Kirche und das Pfarrhaus in Schuss zu halten. Dafür sagen wir allerherzlichsten Dank!

Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen, die unsere Gemeinde im vergangenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben. In unseren Gemeinden Altenthann und Burgthann engagieren sich über 200 Ehrenamtliche.

Wir haben größte Hochachtung vor dem Engagement, das unsere Kirchenvorstände, Kirchpfleger, Gemeindehilfen, Hausmeister, Gärtnerehepaar, die Mitglieder der Kantorei, des Singkreises, des Posaunenchores und die Teams der KiGo-, Weltgebetstags-, Haus-, Senioren-, Gemeindehilfen-, Frauen- und Jugendkreise in die Gemeindearbeit unserer Kirche einbringen. Das Gleiche gilt auch für unsere hauptamtlichen Mitarbeiter, die sich oft über das Maß hinaus einbringen.

Deshalb bedanken wir uns bei allen ganz herzlich, die sich in unserer Kirchengemeinde mit Herz, Energie und Leidenschaft für andere einsetzen!

Ihr
Diakon Günter Tischer und
Pfarrer Bernhard Winkler

Personalwechsel in der Kirchengemeinde

Mit einem festlichen Gottesdienst wurden Annette Deyerl und Julia Winkel als Mitarbeiterinnen der Kirchengemeinde verabschiedet. Gleichzeitig wurde Petra Reinfelder in ihr neues Amt eingeführt.

Die Sonne lachte über beide Ohren und über den Kirchplatz in Burgthann. Dazu sangen erstmals nach langer Pause wieder die Sängerinnen der Kantorei unter der Leitung von Susanne Wittekind. So war ein sehr festlicher Rahmen gegeben für die Verabschiedung von Annette Deyerl als Kindergarten-Verwaltungsleitung. Über drei Jahre hatte sie die Geschicke der unterschiedlichen Einrichtungen geleitet. In mehreren Dankesworten kam ihr vielfältiges Wirken zum Ausdruck. Dabei wurden vor allem ihre absolute Verlässlichkeit und ihr immer sympathisches und verbindliches Auftreten hervorgehoben. Pfarrer Bernhard Winkler stellte fest: „Allen Kindertagesstätten geht es ausgezeichnet – und das ist das Verdienst von Annette Deyerl.“

Ebenso wurde Julia Winkel als Gemeindepraktikantin verabschiedet. Ein Jahr war sie in der Gemeinde vornehmlich in der Jugendarbeit tätig. Sie konnte ihre vielen Talente reichhaltig einsetzen und war in allen Bereichen ein absoluter Gewinn für die Gemeinde. Pfarrer Winkler wünschte ihr für den weiteren Studienfortgang alles Gute, verbunden mit dem Angebot: „Wenn du dann eine Stelle in einer Kirchengemeinde suchst, dann schick bitte eine Bewerbung nach Burgthann!“

Abschließend konnten die Kirchenbesucher auf dem Platz noch die Nachfolgerin von Annette Deyerl willkommen heißen. Sie ist seit über 18 Jahren bereits für die Kirchengemeinde tätig – als Leitung des Hauses für Kinder „Die Buchfinken“ in Mimberg – und wechselt nun auf die Stelle der Kindertagesstätten-Verwaltungsleitung: Petra Reinfelder. Sie wurde in ihren Dienst eingesegnet und mit den besten Wünschen bedacht. „Der Kirchenvorstand hat volles Vertrauen darin, dass unsere Kindertagesstätten bei Petra Reinfelder in besten Händen sind!“, fügte Winkler an.

Kino im Kirchgarten am 18. Juli

„Great“ – also großartig war die Resonanz auf unser „Kino im Kirchgarten“. Zum einen meinte es das Wetter gut mit uns mit angenehmen Temperaturen, zum anderen waren über 50 Gemeindeglieder unserer Einladung gefolgt. So stand einen gemütlichen Abend mit Aretha Franklin auf der Leinwand nichts mehr im Weg.
Allen Nachbarn ein herzliches Dankeschön für die verständnisvolle Rücksicht, dass wir diesen Abend an der Kirche veranstalten konnten.

Kärwa-Kirche vor der Kirche

Die Kärwa 2020 wurde abgesagt. So ließ es das Rathaus vor wenigen Wochen verlauten. Aber die Kirchweih, das Gedenken an die Weihe der Johanneskirche in Burgthann, immer um den Johannestag am 24. Juni herum, die fand statt. Ein festlicher Gottesdienst auf dem Kirchplatz mit Band und zahlreichen Besuchern konnte bei bestem Wetter an die Gründung des Gotteshauses erinnern.

Pfarrer Bernhard Winkler ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Kirche ein. Er suchte dazu die biblischen Bilder, die für die Schar der Gläubigen anzuführen ist: Das Volk Gottes, die versammelte Gemeinde, die von Gottes Geist geleitete, der Leib Christi. Alles zusammen sollte sich immer neu finden, um als Kirche vor allem eines zu sein: lebendig. Dieser Auftrag gelte für jeden Tag aufs Neue, um dem Willen Christi zu entsprechen.

Nach dem Gottesdienst waren dann alle zu einem kleinen Kärwa-Umtrunk eingeladen: Ein Radler mit Brezel durfte sich jeder nehmen. Natürlich mit Abstand, aber trotzdem mit Genuss.

Wechsel im Kirchenvorstand

Zwei Jahre lang hat Florian Nerretter unseren Kirchenvorstand tatkräftig unterstützt und sich in der Arbeit rund um die Kirchengemeinde eingebracht. Nun ist er im Herbst letzten Jahres in den Gemeinderat der Gemeinde Burgthann gewählt worden, was ihn als Geschäftsinhaber zusätzlich mit etlichen Terminen belastet.

Aus diesem Grund hat er nun sein Amt im Kirchenvorstand niedergelegt. Der Kirchenvorstand dankte ihm aufs Herzlichste und beschenkte ihn zum Abschied mit ein paar lustigen Accessoires für die nunmehr im Mittelpunkt stehende politische Arbeit.

Turnusgemäß rückt nun Frau Kerstin Bauer als Kirchenvorsteherin nach. Sie wurde im Gottesdienst feierlich in ihr Amt eingeführt. Frau Bauer ist schon lange Zeit in der Mutter-Kind-Arbeit aktiv und kennt von daher die Kirchengemeinde. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und hoffen auf eine gute gemeinsame Zukunft.

Julia Winkel verabschiedet sich

Liebe Gemeindeglieder in Burg­thann,

im Oktober letzten Jahres habe ich mein Praxisjahr bei Ihnen in der Gemeinde begonnen. Zehn ereignisreiche und vielseitige Monate liegen nun hinter mir. Es bleiben trotz der größeren Corona – Pause viele schöne Erinnerungen an gute Begegnungen mit Ihnen, sowie Veranstaltungen und Gruppen, die ich kennenlernen und mitgestalten durfte. Schwerpunktmäßig war ich dabei in der Arbeit mit Konfirmierenden tätig. In diesem Rahmen bin ich auch mit auf die Konfirmandenfreizeit gefahren. Ein weiterer Schwerpunkt war in der Kinder- und Jugendarbeit. Ich war Mitarbeiterin in der Mädchengruppe und im Eltern-Kind-Café. Highlights waren für mich ein Seniorennachmittag zum Thema „Musikalischer Frühling“ und der Vorstellungsgottesdienst der Konfirmierenden.

Ich bin so dankbar für all die guten Gespräche mit Ihnen, für wertvolle Impulse, die ich für meine zukünftige Arbeit mitnehme und für jedes Wachstum im Glauben. Ich gehe bereichert aus diesem Jahr in meine beiden letzten Studiensemester an der evangelischen Hochschule in Nürnberg.

Auf ein Wiedersehen, herzliche Grüße und Gottes Segen,
Ihre Julia Winkel

Besuchsverbot, Unterricht zu Hause und mit Mama im Homeoffice:

So erleben Familien und
Senioren die Corona-Krise


Seit bald drei Monaten hat die Corona-Krise die Welt im Griff – zahlreiche Hygienevorschriften sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bestimmen seitdem unser Leben. Zwei Gruppen haben die Maßnahmen mitunter am härtesten zu spüren bekommen: Familien und Menschen, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen leben. Während die einen zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und Arbeit rotieren, müssen die anderen mit noch mehr Stille und Alleinsein zurechtkommen als schon zuvor.

„Bei uns war vorher auch nicht viel los, aber wenn man jetzt durchs Haus läuft, sind die Gänge leer, alle Türen sind zu. Viele Mitbewohner scheinen einfach verschwunden“, erzählt Luise Seubert, die im Seniorenzentrum am Zeidlerschloss wohnt. Weil der Corona-Virus vor allem für ältere und vorerkrankte Menschen gefährlich sein kann, haben Senioren- und Pflegeheime mit einem rigorosen Besuchsverbot reagiert. „Bei uns darf momentan niemand rein, Essen gibt es nur noch am Zimmer und wenn wir durchs Haus gehen, müssen wir eine Gesichtsmaske tragen“, schildert die 86-Jährige die aktuelle Lage. Dabei betont sie, dass es ihr mit der Situation noch gut gehe. Sie sei noch recht fit, beschäftige sich mit sich selbst und gehe fast jeden Tag spazieren. „Letztens saß ich sogar mit meiner Tochter im Zeidlerschloss-Park – natürlich mit Abstand, jeder am anderen Ende einer Bank. Und ich telefoniere viel.“ Für andere Bewohner seien die Maßnahmen schon härter. „Manche brauchen ja auch Therapeuten, aber die dürfen aktuell auch nicht rein.“

„Schon arg“ vermisst Luise Seubert allerdings die vielen Veranstaltungen, die sonst im Seniorenzentrum geboten waren: Das Singen am Montag, der Spielenachmittag am Freitag oder die Gymnastikstunde am Mittwochvormittag. Einmal in der Wochen haben sich einige Bewohner in der Bibliothek getroffen und vorgelesen bekommen. „Zuletzt waren es ‚3 Männer im Schnee‘ von Erich Kästner, aktuell war ein Buch über Mittel- und Oberfranken dran – aber das ist jetzt alles nicht mehr.“

Vermisst wird auch der wöchentliche Gottesdienst: „Ich bin jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Vor und neben mir saßen meist auch immer die gleichen Leute, da hat man mal ein Wort gewechselt, sich zugenickt. Das fehlt, “ sagt Luise Seubert. Außerdem habe sie oft Bekannte in anderen Pflegeheimen besucht. „Ob ich die jemals wieder sehe?“

Herausfordernd sind die Zeiten gerade auch für Familien. Zwar haben die Schulen zumindest für Abschlussklassen wieder geöffnet – der Großteil der Schüler sowie Krippen- und Kindergartenkinder müssen aber weiter zu Hause bleiben. Viele Eltern jonglieren seit Wochen mit Arbeit, Homeschooling und Kinderbetreuung.

Wie es einem da so geht, weiß Katharina Klier aus Feucht: die 35-jährige arbeitet Vollzeit als Grundschullehrerin, ihr Mann ist im Öffentlichen Dienst und kann kein Homeoffice machen. Seit Mitte März unterrichtet die Lehrerin ihre Grundschüler nun quasi von zu Hause aus und betreut nebenher noch ihren 6-jährigen Sohn – normalerweise wäre der jeden Tag 7 bis 8 Stunden in der Kindertagesstätte. „Es ist schon nicht einfach“, sagt Katharina Klier, betont aber gleichzeitig: „Wir sind trotz allem hoch privilegiert. Mein Mann und ich haben beide sichere Jobs, ich kann mir meine Arbeit recht gut selbst einteilen und im Moment von zu Hause aus arbeiten.“ Durch ihren Beruf als Lehrerin habe sie da schon ganz andere Schicksale mitbekommen: Eltern, die in Kurzarbeit gehen mussten und bei denen noch finanzielle Sorgen hinzukommen. Oder Familien, bei denen ein Elternteil im Ausland festsitzt.

Dennoch geht die aktuelle Situation auch an ihrer Familie nicht spurlos vorüber: „Mein Mann ist momentan immer recht lange unterwegs, weil auch die Züge nicht so regelmäßig fahren. Ich arbeite jetzt eben viel am Wochenende oder am Abend“, erzählt Katharina Klier. „Was fehlt ist einfach die Zeit zu zweit und generell die Zeit als Familie – weil eben einer dann doch noch immer was machen muss, sei es für die Arbeit oder den Haushalt.“

Wie es mit Homeschooling läuft, davon kann Claus Semann berichten und zwar gleich im doppelten Sinn. Semann ist Rektor einer Mittelschule und hat einen 15-jährigen Sohn, der heuer seinen Abschluss machen wird. „Gerade ist bei uns wieder Normalität eingekehrt. Mein 15-jähriger Sohn und ich sind jetzt wieder in der Schule, meine Frau arbeitet beim Zahnarzt und konnte sowieso nicht daheim bleiben und unser großer Sohn studiert online“, erzählt Semann. Die Wochen davor seien aber schon sehr anstrengend gewesen. „Unser Sohn war gut mit Arbeit eingedeckt, der hatte schon so 5 bis 6 Stunden am Tag zu tun. Im Normalfall wird von den Schülern weniger Arbeit verlangt als im Homeschooling.“ Einmal am Tag habe es dann noch ein Meeting via der Videokonferenz-Software Zoom mit der Lehrkraft und der Klasse gegeben. „Was aber ganz klar fehlt – und das kann ich als Lehrer und Vater sagen – ist die direkte Ansprache, der direkte Kontakt“, zieht Semann Bilanz. Problematisch beim Homeschooling sei auch, dass es immer noch Haushalte gebe, die die notwendigen technischen Voraussetzungen nicht haben. „Es gibt Familien, da haben die Kinder nur ein Prepaid-Handy. Wenn da das Datenvolumen verbraucht ist, dann geht nichts mehr. Manche Eltern haben keinen Drucker oder kein WLAN.“ Daher hätten die Lehrer bei einigen Klasse die Aufgaben bis Pfingsten nun in Papierform verteilt – „7 bis 10 Zentimeter hohe Stapel“. Es werde aber Schüler geben, die beim Homeschooling abgehängt werden.

Anmerkung der Redaktion: Alle Informationen aus diesem Artikel stammen vom 2. Mai 2020.

Voller Erfolg mit Drive-In-Gottesdienst

Mit vollem Erfolg ging der erstmalig veranstaltete DRIVE-IN-GOTTESDIENST an den Start!

Wort des Landesbischofs Dr. Heinrich Bedford-Strohm
an die Kirchengemeinden

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit” (2.Timotheus 1,7). Liebe und Besonnenheit – was heißt das für unser Handeln gegen die Ausbreitung des Corona-Virus?

Viele von uns müssen gegenwärtig schwierige und teilweise schmerzliche Entscheidungen treffen. Welche Veranstaltungen können stattfinden? Welche müssen wir absagen? Wieviel Vorsicht ist in unseren persönlichen Beziehungen im Umgang mit andren Menschen geboten? Können wir überhaupt noch jemanden körperlich berühren? Und gerade wenn es auch um andere Menschen geht: Wie können wir das richtige Maß zwischen zuversichtlicher Gelassenheit und Leichtsinn finden?

Sie haben es vermutlich in der Presse gelesen: wir haben die konstituierende Tagung der neuen Landessynode vom 22.–26. März in Bayreuth schweren Herzens bis auf Weiteres verschoben. Mit dieser Entscheidung beteiligen wir uns an den allgemeinen Präventionsbemühungen gegen die weitere Verbreitung des Corona- Virus. Auch andere kirchliche Veranstaltungen und große Gottesdienste müssen abgesagt werden. Auch bei Ihnen in den Gemeinden werden die damit verbundenen schwierigen Abwägungen zu treffen sein.

Auch in unserem persönlichen Verhalten brauchen wir die Kraft, Liebe und Besonnenheit, von der Paulus spricht. Die Liebe drängt nach der Umarmung oder zumindest dem Handschlag. Die Besonnenheit lässt uns das freundliche Zunicken vorziehen – oder auch den Stups mit dem Ellenbogen als neue Form der Begrüßung.

Die Liebe zeigt uns aber ganz bestimmt den richtigen Weg. Die Liebe sagt: Rücksicht auf andere ist wichtiger als die eigene Gelassenheit.

Wenn wir jetzt unerwartet mehr Zeit haben durch abgesagte Veranstaltungen oder weil wir zuhause bleiben müssen, dann können wir sie nutzen für Besinnung, Gebet, Psalmenmeditation, Auftanken und Gemeinschaft mit lieben Menschen.

Wir denken an die Menschen, die gesundheitlich mit den Folgen des Virus kämpfen. Wir denken auch an die Menschen, die spürbar unter den wirtschaftlichen Konsequenzen Virus zu leiden haben. Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Geschäftsleute bangen um das wirtschaftliche Überleben.

Für sie alle und für uns selbst wollen wir beten: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Als Christen leben wir nicht aus der Angst, sondern aus dem Vertrauen. Bei allem was jetzt an Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen ist, wissen wir: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” Das ist die beste Voraussetzung, jetzt das Richtige zu tun, um Gefahren für die Zukunft zu vermeiden und gleichzeitig tief in der Seele zu spüren: Gott ist bei uns jeden Tag. Auf ihn vertrauen wir, egal, was kommt.

Dr. Heinrich Bedford-Strohm
Landesbischof

Diakonieversammlung mit Neuwahlen

Alles neu und doch wie gehabt? Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Diakonievereins wurde vor allem das neue Dienstgebäude der Schwestern in Burgthann gefeiert. Der funktionale und sehr ansprechend eingerichtete Bau in der Burgstraße bietet ausreichend Platz für die Mitarbeitenden und hält vor allem etliche beschattete und im Winter frostfreie Parkmöglichkeiten bereit. Das erleichtert die Arbeit besonders in der Früh beim Start, so Schwester Frances Rimac, Leiterin der Diakoniestation.

In ihrem Bericht konnte Schwester Frances auch auf sehr erfreuliche Zahlen hinweisen. Die Betreuungssituation ist hervorragend, auch wenn weiterhin Mitarbeitende gesucht werden. Die Bewertung durch den Pflegedienst ist wieder mit der Bestnote 1,0 ausgefallen. Dafür gab es von der Versammlung reichlich Applaus.

Die Wahlen zur Vorstandschaft brachten dagegen keine Neuerungen. Pfarrer Bernhard Winkler wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. Ebenso Pfarrer Matthias Halbig als 2. Vorsitzender und Pfarrer Tobias Treu als Schriftführer. In seine wohl sechste Amtszeit geht Kassier Friedrich Holzammer. Er konnte die Unterstützung des Neubaus mit Vereinsmitteln in Höhe von insgesamt 50.000 Euro verkünden. Die Bestätigung seiner tadellosen Arbeit durch die beiden Kassenprüferinnen Monika Nette und Renate Odörfer wurde von den zahlreichen Besuchern der Versammlung mit großem Applaus angenommen. Als Beisitzer wurden Ulrike Bendiks und Peter Müller im Amt bestätigt. Dank der souveränen Wahlleitung durch Bürgermeister Heinz Meyer (der inzwischen auch in seinem Amt bestätigt wurde) waren die Wahlen in kurzer Zeit abgeschlossen.

Für sein 25jähriges Vereinsjubiläum konnte abschließend Werner Eckstein geehrt werden. Angelika Stadelmann von der Beratungsstelle für Pflegende Angehörige aus Rummelsberg hatte in einem Vortrag ihre Arbeit vorgestellt.

Frühlingsgefühle im Seniorenkreis

Das ist unserer Praktikantin Julia Winkel wirklich vorzüglich gelungen: Bei ihrem ersten Auftritt im Seniorenkreis zum Thema „Musikalischer Frühling“ verzauberte sie die Seniorinnen mit ihrer charmanten Art und einem wahrhaft unterhaltsamen Programm. Auch wenn zu Beginn noch die Liedblätter fehlten, steuerte sie sicher und gekonnt durch den Nachmittag mit Quizfragen, eigenen Erinnerungen und vielen Gesprächen und Gedanken der Teilnehmenden. Da war wirklich jeder angesprochen! Musikalisch kamen bekannte Frühlingslieder zu Gehör, von unserer Pianistin Ester Hecke gekonnt begleitet. In einer Andacht nahm Julia Winkel alle mit auf eine Wanderung zu Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte. Abschließend dankten alle mit fröhlichem Herzen der Praktikantin und freuten sich ob des schönen Frühlings, der in diesen kurzweiligen zwei Stunden im Gemeindehaus tatsächlich eingekehrt war.

Weltgebetstag 2020 - Simbabwe

Freitag, 6. März 2020,

18 Uhr im Gemeindehaus Burgthann

Steh auf und geh!


Mit seiner Projektarbeit wird der Weltgebetstag dieses Jahr Frauen und Mädchen in Simbabwe im Umgang mit sozialen Medien fördern, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Bereits seit 2015 unterstützt der WGT “Envision Zimbabwe Women‘s Trust“. Die Frauenstiftung arbeitet für eine von Frauen getragene Entwicklung vor allem in ländlichen Distrikten des Landes.

Der Weltgebetstag wird immer am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern weltweit gefeiert. Neben vielen Informationen, Gebeten, landestypischer Musik, einem Anspiel und natürlich köstlichen Speisen soll vor allem Zeit zum Austausch und gemeinsamen Feiern sein.

Der Vorbereitungskreis freut sich auf zahlreiche Teilnahme! Es sind Frauen und Männer gleichermaßen eingeladen.

Seniorenkreis – Wer ruft da an?

Es ist am Abend, die ältere Dame ist alleine zu Hause, die Lokalzeitung mit dem Bericht über einen Einbruch in ihrer Nähe liegt auf dem Tisch. Da klingelt das Telefon. Ein Polizeibeamter meldet sich und weist auf den Einbruch, der ja in der Zeitung steht, hin. Der Polizeibeamte sagt, man habe einen möglichen Täter gefasst, bei dem ein Zettel mit weiteren Namen und Adressen gefunden wurde. An erster Stelle sei die ältere Dame angeführt. Man müsse davon ausgehen, dass in Kürze bei ihr eingebrochen wird. Die Polizei könne ihr helfen, ihre Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen. Ein Beamter würde bei ihr vorbei kommen und Schmuck und Bargeld in Verwahrung nehmen.

So sieht ein klassischer Betrugsfall aus. Der Polizeibeamte ist kein Polizeibeamter sondern ein Trickbetrüger. Oft erfolgen die Anrufe aus dem Ausland, die Anrufer, oft auch Frauen, sprechen perfektes Deutsch, „Beamten-Deutsch“. In der Vergangenheit war insbesondere dieser Trick immer wieder erfolgreich, weil Menschen sich verunsichern lassen. Dabei spielt es auch eine Rolle, dass bei den Anrufen als Telefonnummer die 110 angezeigt wird. Aber auch das ist ein Trick.

Mit diesen und anderen Informationen konnte Polizeioberkommissar Kunze im Seniorenkreis aufwarten. Dabei machte er deutlich, wie schwer es manchmal ist, sich selber zu schützen. Wichtig sei es, sich nicht gleich verunsichern zu lassen, sondern genau zu prüfen, was da passiert. Dazu kann immer helfen, andere Personen aus dem persönlichen Umfeld mit zurate zu ziehen. Im Zweifel einfach selber bei der Polizei anrufen und nachfragen.

Einen wichtigen Hinweis gab Herr Kunze noch in Bezug auf den Schutz vor Einbrüchen: Der sicherste Weg, Einbrechern das Leben schwer zu machen, sind mechanische Schutzvorrichtungen. Fenster und Türen, besonderes in straßenabgewandten Bereichen, können so nachgerüstet werden, dass sie nur mit erschwerten Mitteln zu öffnen sind.

Die Polizeiinspektion Schwabach bietet hierzu eine Beratung an, die erreichbar ist unter:
Montags von 9 –15 Uhr und
freitags von 9 –13 Uhr unter
Tel.: 09122 / 927 – 371.

Danke für Ihre Treue

Liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindegrußes, heute sagen wir Danke für Ihre Treue. Wieder haben wir ein ganzes Jahr den Gemeindegruß mit elf Ausgaben für Sie gestalten können. Dabei haben wir zahlreiche Rückmeldungen mit ganz viel Lob und Anerkennung aus Ihren Reihen erhalten.

Wir wollen uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Sie immer ein aktuelles und ansprechendes Heft in die Hände bekommen.

Aufgrund der Beschwernisse der heutigen Zeit werden wir die Haussammlung für unseren Gemeindegruß einstellen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, wären wir für eine Spende sehr dankbar. Der Gemeindebrief kostet im Jahr ca. 12.000 Euro. Mit beiliegendem Überweisungsformular können Sie uns helfen, diese Kosten zu bewältigen. Als Richtwert haben die Kirchenvorstände 15 Euro vorgegeben.

Sie können auch anderweitig eine Überweisung auf unser Konto vornehmen:

Raiffeisenbank Oberferrieden-Burgthann
IBAN: DE37 7606 9564 0000 8000 23
BIC: GENODEF1BTO
Vermerk: Gemeindegruß

Somit sagen wir nochmals Danke – für Ihre Gabe.
Ihr Gemeindegruß-Team aus Altenthann und Burgthann.

Das Jahr 2019 in Zahlen

Nachstehend möchten wir Ihnen eine kurze Übersicht über das Gemeindeleben unserer beiden Kirchengemeinden Altenthann und Burgthann im Jahr 2019 geben:

Weihnachtskonzert der Extraklasse

Im Doppelpack erlebten die Besucher am zweiten Weihnachtsfeiertag einen Abend voller musikalischen Hochgenuss‘. Neben der Kantorei unserer Gemeinde kam das Ensemble „Moritzberg Brass“ zu Gehör, die mit Trompeten und Posaunenklängen weihnachtliche Lieder in sehr anspruchsvollen Arrangements darboten. Als Zugabe gab unsere Kantorin Susanne Wittekind einige Soloeinlagen.

Musikalisch war der Abend in zwei Teile aufgeteilt: Zunächst kamen traditionelle Weihnachtslieder in unterschiedlichen Bearbeitungen zu Gehör und bei einigen durfte die Gemeinde auch mitsingen. Hier konnten die Zuhörer erstmals die hohe Musikalität des Chores erleben. Auch die Bläser konnten mit ihrer vom gewohnten Stil deutlich abweichenden Spielkunst die Zuhörer sofort überzeugen. Facettenreich und mit immer neuen Stimmüberlagerungen erhielten bekannte Stücke wie „Fröhlich soll mein Herze springen“ einen ganz neuen Klang. Mit sehr viel Gefühl intonierte Susanne Wittekind, von ihrem Mann Wolfram am Klavier begleitet, zwei Solostücke. Hier konnten die Zuhörer eine Kostprobe professioneller Sangeskunst erleben.

Im zweiten Teil kamen dann überwiegend Weihnachtslieder aus dem anglikanischen Bereich zu Gehör. Das von der Kantorei bekannte „Vergin Mary had a baby boy“ gelang diesmal in nahezu perfekter Ausführung, wobei die Spannungsbögen innerhalb der einzelnen Strophen sich auf das Publikum übertrugen und mit dem Schlussakkord einen spontanen Applaus auslösten. Ähnlich ging es mit dem hierzulande durch die Popgruppe Bony M bekannten „Mary’s boychild“, dass die Bläser schwungvoll dargeboten. Mit- und hinreißend war dann der Solopart von Susanne Wittekind, die mit „Jesus, oh what a wonderful child“ ihre ganzes Temperament und ihre Sangesfreude in die Waagschale warf. Die Kirchengemeinde darf sich sehr glücklich schätzen, solch hochklassige musikalische Abende anbieten zu können. Mit großer Spannung darf das nächste musikalische Highlight erwartet werden, ein Konzertabend der Kantorei im Oktober dieses Jahres. Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen zu den Probenabenden jeweils donnerstags ab 19:30 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses.

Erfolgreicher Studienabschluss

Vor zwei Jahren wagte sich die Leitung unseres Kindergartens in Mimberg, Frau Petra Reinfelder, an eine neue Herausforderung: ein Studium für Soziale Arbeit. Dafür hatte sie sich ein Institut in Stuttgart ausgewählt und war fortan viele Wochenenden unterwegs. Thematisch beschäftigte sie sich mit der Weiterentwicklung einer Kindertagesstätte zum Familienstützpunkt. Das wirkte sich natürlich auch auf den Kindergarten in Mimberg aus, der nun über ein reichhaltiges Elternprogramm verfügt, dass inzwischen auch für andere Kindergärten in der Gemeinde und darüber hinaus genutzt werden kann.

Jetzt hat Frau Reinfelder ihr Studium mit Bestnote 1,1 abgeschlossen und hat nun den „Bachelor of Arts of Social Management“, wie das offiziell heißt. Wir gratulieren ihr von Herzen und wünschen ihr viel Freude mit ihrer Arbeit, die sie hoffentlich noch lange bei uns findet.

Adventsfeier im Seniorenkreis

Die Tische waren mit bunten Lichterketten, Zweigen und Schokoladennikoläusen geschmückt, auf jedem Teller lag eine große Tüte mit selbstgebackenen Plätzchen, es gab leckeren Stollen, Lebkuchen und Konfekt. Frau Esther Hecke hatte ihre Klaviernoten mitbracht und begleitete schwungvoll die Lieder.
Zu Gast war der zweite Bürgermeister Herrmann Blos, der die Grüße des Rathauses überbrachte und den Seniorenkreis mit einer Spende bedachte. Entschuldigen musste sich in diesem Jahr Frau Monika Nette, Seniorenbeauftragte der Gemeinde. Sie war allerdings erst im Oktober bei unseren Senioren.
Pfarrer Bernhard Winkler konnte in seiner Andacht die Entstehungsgeschichte des Liedes „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ beleuchten. Für heitere Besinnlichkeit sorgten dann die Beiträge von Lilo Schwarz, Getraud Maul, Walli Schäffler und Inge Zentrgraf. Die Gedichte und Geschichten zur Weihnachtszeit gaben einen wunderschönen Bilderbogen und ließen alle Besucher mit einem beschwingten Gefühl den Nachmittag genießen.

Der nächste Seniorennachmittag ist am Donnerstag, 09. Januar 2020. Hier kommen zwei Spezialisten der Polizeiinspektion, um über Verhaltensweisen bei Trickbetrügern und anderen Gefährdungen im Alltag aufklären. Beginn ist um 14 Uhr, Ende um 16 Uhr

Tafel feiert Jubiläum

Im Herbst 2009 taten sich einige engagierte Menschen zusammen, um in Burgthann eine Ausgabestelle der Tafel Nürnberger Land einzurichten. Zusammen mit dem damaligen Kirchenvorstand einigte man sich auf die Räumlichkeiten der Evangelischen Gemeinde im Gemeindehaus. Seit diesem Anfang kommen jeden Dienstag Bedürftige aus der Großgemeinde und erhalten Lebensmittel und Hygieneartikel gegen eine geringe Gebührt. Außerdem sind alle Kunden an eine Kaffeetafel eingeladen, um auch für Herz und Seele etwas Nahrung und Energie zu erhalten.
Nun konnte die Tafel ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Fast 30 Ehrenamtliche engagieren sich gegenwärtig. In mehreren Schichten werden die wöchentlichen Ausgaben organisiert. Das Zentrallager in Feucht liefert zuverlässig die Waren, die zum Teil umgepackt werden müssen. Ein großer Schrank im Keller des Gemeindehauses verwahrt die Dinge, die nicht an die Zentrale zurückgehen. Über 50 Kunden nehmen derzeit die Angebote der Tafel in Burgthann wahr. Die Kirchengemeinde ist sehr froh, diese Arbeit unterstützen zu dürfen.

Bericht über die Nacht der Lichter am 22.11.2019 in der Martin-Luther-Kirche Schwarzenbruck

Zur großen Freude des Taizé-Vorbereitungsteams waren ca. 100 Besucher der Einladung zur „Nacht der Lichter“ in die Martin-Luther-Kirche in Schwarzenbruck gefolgt.
Diakon Horst Gottschalk nahm zur Begrüßung den Taizé-Gedanken von Frère Roger auf:
„Nichts führt in innigere Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott als ein ruhiges gemeinsames Gebet, das seine höchste Entfaltung in lang anhaltenden Gesängen findet, die danach, wenn man wieder allein ist, in der Stille des Herzens weiterklingen.“
Begleitet von vier Musikerinnen erklangen die Gesänge aus Taizé, mit Gebeten, Psalmen, einer Lesung über den reichen Weinbergbesitzer und einer Auslegung dazu von Kerstin Weickert. Nach einer Zeit der Stille wurde das Kerzenlicht weitergegeben und die Kirche erstrahlte in warmem Licht.
Als Verwendungszweck der Gaben hatte das Team den Verein „Burgthann hilft e.V.“ ausgesucht. Die Vorsitzende, Gudrun Hartmann, berichtete über die vielfältigen Aufgaben des Vereins vor Ort sowie in Kenia, wo derzeit eine zweite Schule geplant ist.
Nach dem Segen gab es bei Tee und Gebäck im Gemeindesaal noch Gelegenheit zu anregenden Gesprächen. Der große Erfolg dieser Andacht lässt nun keinen Zweifel über eine Fortsetzung aufkommen.

Konzertabend mit emotionalen Highlights

Einen besonderen musikalischen Abend erlebten die Besucher des Konzerts vom Frauenchor im Fränkischen Sängerbund.
Die knapp zwanzig Sängerinnen boten ein breit gefächertes Repertoire in höchster Klangqualität, von kirchlich geprägten Stücken aus der lateinischen Messe, dem Sonnengesang des Franziskus bis hin zu zeitgenössischen Werken wie das hoch emotionale „Even When He Is Silent“ vom jungen norwegischen Komponisten Kim André Arnesen. Der Text dieses Chorstücks basiert auf einem Gedicht, das in die Wand eines Tunnels während des zweiten Weltkriegs geschrieben wurde, und erzählt vom Glauben an das Gute und an Gott angesichts von Krieg und Vernichtung.
Mit großem Geschick lotste die Dirigentin Sabine Hickmann ihre Sängerinnen durch die Stücke. So gelang es ihr, den einzelnen Werken viele erstaunliche und auch sinnliche Nuancen zu entlocken.
Dass im Programmheft noch Monika Teepe als Stimmbildnerin aufgeführt wird, ließ sich an der Qualität der Stimmen ablesen, beziehungsweise raushören. So gelang ein genüsslicher Konzertabend, den die Burgthanner, die da waren, erleben durften. Hoffentlich werden es im Wiederholungsfall mehr sein - der Chor hätte ein volles Haus allemal verdient.

Wenn die Pflege zur Last wird

Immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft sind pflegebedürftig. Und die meisten leben zu Hause. 70 Prozent der Senioren, die auf Hilfe angewiesen sind, werden von Familienangehörigen oder anderen Privatpersonen wie Nachbarn oder Freunden unterstützt.
Um dieser großen Zahl an Helfern eine Unterstützung zukommen zu lassen, gibt es seit einigen Jahren in Bayern die Fachstellen für pflegende Angehörige. Und weil der Bedarf an Beratung immer größer wird, werden es auch immer mehr Fachstellen.
So hat nun in Rummelsberg eine solche Fachstelle für den südlichen Landkreis eröffnet: Frau Franziska Stadelmann ist nun für alle Belange rund um die nicht-professionelle häusliche Pflege zuständig. Beratung und Begleitung, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten bis hin zur Vermittlung weiterer Dienste, all das leistet die ausgebildete Altenpflegerin.
Im Seniorenkreis konnten sich die Anwesenden von dem Angebot überzeugen. Auch die Seniorenbeauftragte der Kommune Monika Nette ließ es sich nicht nehmen, dem Vortrag von Stadelmann zu lauschen.
Die Kontaktdaten finden Sie auf der vorletzten Seite des Gemeindegrußes.

FRIZZ hatte Post vom lieben Gott

Alle Gottesdienstbesucher konnten tatsächlich stolz einen Brief mit nach Hause tragen. Denn alle hatten Post bekommen. Beim FRIZZ-Gottesdienst ging es um die gute alte Kunst des Briefeschreibens. Die Bibel ist voll von solchen Briefen, die die Apostel, allen voran Paulus, an Gemeinden und an einzelne Mitarbeiter verfassten. Aber der eine Brief, den Gott an mich persönlich gerichtet hat, einen solchen Brief vermissen wir heute oft.
Zunächst gaben drei Gemeindeglieder einen kurzen Einblick in ihre Erfahrungen mit Gott. Pfarrer Bernhard Winkler trat als Gottesbote (lateinisch Angelos) auf und machte sich im Engelsgewand Gedanken, wie man die Menschen heute am besten mit der Botschaft Gottes erreichen könne. Als Lösung bekam jeder und jede im Gottesdienst Stift, Papier und einen Umschlag, und dann durfte jeder ein Wort oder einen Gedanken aufschreiben, der Zettel landete in einem Umschlag. Schließlich wurden die Briefe gemischt und wieder verteilt. So hatte dann jeder Post von einem anderen Gottesdienstbesucher – oder gar vom lieben Gott?
Bei der Band ging wie immer die Post ab und beim anschließenden Kaffee konnten sich die Besucher noch bestens unterhalten. Dank an das tolle Team um den aktuellen und den vormaligen Kirchenvorstand.

Julia Winkel stellt sich vor

Liebe Gemeinde Burgthann, ich heiße Julia Winkel, bin 21 Jahre alt und studiere Religionspädagogik an der evangelischen Hochschule in Nürnberg. Ursprünglich komme ich aus Dentlein in Westmittelfranken (in der Nähe von Dinkelsbühl). Dort bin ich aufgewachsen und habe nach meinem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim CVJM Landesverband Bayern gemacht.

Teil meines Studiums ist ein praktisches Studienjahr, in dem ich bis Ende Juni 2020 sowohl in der Schule als Religionslehrerin als auch in einer Kirchengemeinde eingesetzt bin. Ich freue mich, mein Praxisjahr hier in der Kirchengemeinde Burgthann verbringen zu dürfen, neue Erfahrungen zu sammeln und bin gespannt, Sie und Euch kennenzulernen. Julia Winkel

Festgottesdienst in der Burgkapelle

Anfang Oktober 1949 fand in der Kapelle der Burgthanner Burg ein ganz besonderes Ereignis statt: Pfarrer Lodter und Pfarrer Komma weihten gemeinsam mit Oberkirchenrat Schieder aus Ansbach die Kapelle als Gottesdienstraum für beide Konfessionen ein. Für zwölf Jahre kamen die Christen am Ort in diesem von sehr starken Mauern umwehrten Raum für Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten zusammen.

Für die Evangelischen Christen war das ein erster wichtiger Schritt. Noch bedeutender war sicherlich, dass im Anschluss der Kirchbauverein, der sich schon vor dem Krieg formiert hatte, nicht locker ließ. Mit großem Einsatz ging das Projekt einer eigenen Kirche für Burgthann weiter. 1953 wurde die Kirchengemeinde Burgthann gegründet, Pfarrer Lodter bezog ein Pfarrhaus in Burgthann – eine sehr schwierige Angelegenheit, weil ja das Pfarrhaus für Altenthann/Burgthann in Altdorf stand – und schließlich konnte das Grundstück oberhalb des Schrammel-Hofes erworben werden. Burgthann war inzwischen viel größer als Altenthann und die Aufgaben waren reichhaltig. Der Pioniergeist der damaligen Gemeindeglieder zusammen mit ihrem Pfarrer und dessen Familie hat den Weg für die Entwicklung geebnet.

Wenn man sich die Herausforderungen der Zukunft anschaut, dann möchte man sich diesen Geist zurück wünschen. Denn die Veränderungen sind unverkennbar, im Ort und in der Gemeinde.

Mit den Jubilaren an der Bushaltestelle „Segen“

Mit einem großen Festgottesdienst feierten 17 Gäste ihr Konfirmationsjubiläum in der Johanneskirche. Acht Goldene und neun Silberne waren gekommen, um sich an ihre Konfirmation mit damaligen Wegbegleitern zu erinnern.
Schon vor dem Gottesdienst entsponnen sich die ersten Gespräche unter denen, die sich lange nicht gesehen hatten. Man staunte, wie gut der andere noch aussieht, und lachte über so manche Eigenheit, die sich aus der gemeinsamen Konfirmandenzeit in Erinnerung rief.
Zusammen mit dem Kirchenvorstand zogen die Jubilare in die Kirche ein. Pfarrer Bernhard Winkler hatte für die Gemeinde besondere Postkarten dabei: Auf der Insel Bornholm in Dänemark gibt es eine Straße mit Namen „Segensvej“. Und in der Mitte dieser Straße heißt eine Bushaltestelle „Segen“. So sprach der Geistliche den Jubilaren den Segen Gottes zu.
Dabei ließ er auch nochmal die jeweiligen Konfirmationsjahre mit ihren Besonderheiten Revue passieren. Da gingen die Erinnerungen von den Beatles über Michael Schumacher bis zum Phantomtor der Münchner gegen den Club vor 25 Jahren – quasi dem Vorgänger des Videobeweises.
Nach dem Gottesdienst war dann Zeit beim gemeinsamen Mittagessen sich über die Erlebnisse der vergangenen Jahre auszutauschen. Pfarrer Winkler erinnerte an die Highlights der jeweiligen Konfirmationsjahre und brachte mit seiner Gitarre die Hits aus selbiger Zeit zu Gehör: 1969 waren das die Edwin Hawkins Singers mit ihrem Evergreen „O Happy Day“, und im Jahr 1994 verzauberte Helge Schneider die Nation mit seinem „Katzenklo“.
Alle sangen mit und freuten sich über die gelungene Feier.

Dank an Ehrenamtliche

Ohne die tatkräftige Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könnte vieles von dem, was in unserer Kirchengemeinde angeboten wird, nicht geschehen.

In unserer Gemeinde engagieren sich über 140 Ehrenamtliche.

Wir erachten es nicht als selbstverständlich, dass sich unsere Kirchenvorstände, Kirchpflegerin, Gemeindehilfen, Hausmeister, Gärtnerehepaar, die Helfer rund um unsere Festgottesdienste, die Mitglieder der Kantorei und die Teams der Haus-, Senioren-, Gemeindehilfen-, Frauen- und Jugendkreise, u. v. m. in die Gemeindearbeit unserer Kirche einbringen. Auch der örtliche Obst- und Gartenbauverein unter der Leitung von Herrn Ernst Doleschal hilft tatkräftig mit, dass im Frühjahr regelmäßig die Bäume und Sträucher auf den kirchlichen Grundstücken fachgerecht gekürzt und ausgeschnitten werden.

Deshalb bedanken wir uns bei allen ganz herzlich, die sich in unserer Kirchengemeinde mit Herz, Energie und Leidenschaft für andere einsetzen!

Wir in Irland

Acht wundervolle Tage durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ökumenischen Fahrt nach Irland verbringen.
Drei große Themen waren dabei die Reisebegleiter: der einstmalige Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland, die Bedeutung der Irischen Mönche für die Verbreitung des christlichen Glaubens in West-Europa und die Auswanderungswelle der Iren nach Nordamerika im 19. Jahrhundert. Das Ganze natürlich in dieser wundervollen Landschaft der grünen Hügel, die wie ein bewachsenes Meer sich um den Besucher spannt.
Viele Gespräche und Informationen, leckeres Essen und feine irischen Getränke, interessante Städte (Belfast, Dublin, Derry) und Orte der Spiritualität, steile Klippen und vom Wind gegerbte Landschaften. Und dazu eine ökumenische Gemeinschaft in der Reisegruppe, die in großer Harmonie und bester Laune eine kurzweilige Fahrt ermöglichte.

Jazz-Gottesdienst mit den Voices of Spirit

„So ungefähr stelle ich mir einen rundum gelungenen Gottesdienst vor!” – Mit diesem Kommentar verabschiedete sich Pfarrer Bernhard Winkler von Brigitte Urdaneta, der Leiterin des Chores „Voices of Spirit“. Mit großem musikalischem Schwung und gesanglicher Präzision hatte das Vokalensemble aus Unterferrieden, begleitet von einer mitreißenden Band um Pianist Norbert Hiller, den Gottesdienst zum Jazz-Wochenende in der Burg gestaltet. Der Musik entsprechend entspann sich das Thema „Zwischentöne“. Der Jazz lebt vornehmlich von eben diesen, in der Fachsprache „Blue Notes“ genannten, Abweichungen. Die Zwischentöne in den Gleichnissen Jesu machen auch in der biblischen Botschaft einen großen Unterschied, konnte Pfarrer Winker in seiner Predigt ausführen. Beim abschließenden Gospel-Klassiker „O when the Saints“ waren die Besucher aufgestanden und klatschten und sangen mit. Die Atmosphäre war für einen Gottesdienst an einem Sonntag in einer eher ländlichen evangelischen Gemeinde wohl ausgesprochen locker. Die Freude war am Ende allen ins Gesicht geschrieben.

Gemeindehilfen-Ausflug nach Habsberg

Bei strahlendem Sonnenschein führte der Ausflug der Gemeindehilfen und Senioren zunächst in die Wallfahrtskirche nach Habsberg. Nach diesem barocken Erlebnis ging es zum Mittagessen in die angeschlossene Gastronomie und dann frisch gestärkt zur Sternwarte nach Neumarkt. Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem aufgebauten Teleskop einen originalen Blick auf unsere Sonne werfen. Schließlich ging es ins Café am See, wo die Burgthanner – mal wieder – sonnige Kaffeeluft schnuppern konnten.

Veeh-Harfen Konzert im Seniorenkreis

Großen Anklang fand ein Konzert der Schwarzenbacher Veeh-Harfen Gruppe im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche Burgthann. Die acht Musikerinnen und Musiker brachten auf ihren Instrumenten zahlreiche Stücke aus dem christlichen Liedgut, aber auch Volksweisen und sogar klassische Stücke wie ein Menuett von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Die Veeh-Harfe ist ein speziell entwickeltes Instrument, bei dem das Notenblatt unmittelbar hinter den Saiten liegt und so leichter zu spielen ist. Dennoch verlangt es einige Übung, wenn man in einem Ensemble musiziert und dazu recht anspruchsvolle und mehrstimmige Sätze im Repertoire hat. Das Konzert im Rahmen des Seniorennachmittags fand bei den Zuhörern großen Anklang. Regina Hiltner-Gaar bedankte sich im Namen der Senioren sehr herzlich für den gelungenen Nachmittag bei Barbara Scheuschner, die die musikalische Leitung der Veeh-Harfen Gruppe inne hat.

Weinstock und Reben

Wie jedes Jahr kam der Obst- und Gartenbauverein Burgthann in die Gärten der Kirchengemeinde, um die Obstbäume zu schneiden.

Dabei fiel Herrn Kurt Kohler auf, dass hinter dem Gemeindehaus ein wertvoller Weinstock ein trostloses Dasein fristet.

Kurz entschlossen machte sich Herr Kohler ans Werk, diesem Weinstock eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Dazu merkte er an: „Ich meine „der Weinstock und die Reben“ sind markante biblische Synonyme und müssen daher auf einem kirchlichen Grundstück unbedingt gut gedeihen. Da „der Herr keine anderen Arbeiter“ in seinen Weinberg (hinter dem ev. Gemeindehaus) sandte, habe ich nun diese Arbeit gerne gemacht. Ich hoffe, dass Sie viel Freude bei der späteren Weinlese haben.“

Wir danken Herrn Kohler und dem OGV ganz herzlich für ihre großartige Unterstützung!

Die nächsten Veranstaltungen des OGV finden sie im Mitteilungsblatt der Gemeinde.