Angedacht im August / September


„Stell dir vor es brennt, und keiner kommt zum Löschen!“
So hat vor einigen Jahren die Feuerwehr auf großen Plakaten auch in Burgthann für Nachwuchs geworben. Dazu wurden sogar kleine rote Eimer verteilt, die etwas provokant darauf aufmerksam machten, dass man sich bei einem Band womöglich selber helfen müsse.

Wenn man heute unsere Jung-Feuerwehren in Burgthann und Mimberg anschaut, dann möchte man meinen: Die Kampagne war erfolgreich. Wie auf dem Titelbild zu sehen haben die Jungen und Mädchen jede Menge Spaß und Freude bei ihrer Ausbildung. Am Kanal machten sie eine Übung, bei der sie sich bei sommerlichen Temperaturen quer über das Gewässer nassspritzten und in voller Montur zum Baden schickten. Dabei trainierten sie den Umgang mit der Wasserspritze und den langen Schläuchen.

Beim Anblick dieser ernsten und doch freudigen Übung kam mir der Gedanke, wie man wohl einen Werbespruch formulieren müsste, wollte man Jugendliche zur Mitarbeit in der Kirchengemeinde animieren?

„Stell dir vor du hast Schuld auf dich geladen, und keiner kommt, der dich freispricht?“

„Stell dir vor du stirbst, und keiner ist da, der dich begleitet?“

„Stell dir vor dein Kind ist geboren, und niemand ist da, der es segnet?

Ich bin froh, dass es wieder junge Menschen gibt, die sich in unseren Wehren engagieren. Es macht ein gutes Gefühl zu wissen, dass auch in Zukunft die Hilfe anderer erreichbar und abrufbar bleibt. Unsere Jungwehren leisten einen unverzichtbaren Dienst, alle, die sich da engagieren verdienen höchste Anerkennung.

Ich wäre froh, wenn auch in unseren Gemeinden sich mehr junge Menschen engagieren würden. Das Feuer am Haus oder im Garten, das kann die Feuerwehr löschen. Aber das Feuer, das meine Seele verbrennt, das kann nur der Glaube bezwingen. Dafür braucht es Gebet, Liebe, Vertrauen zu Christus. Es macht ein gutes Gefühl, wenn man in der Krise auf andere zählen kann, die einen begleiten und trösten, die mit ihrem Glauben den eigenen Zweifel, die eigene Angst auslöschen. Und auf dem Weg dahin kann man jede Menge Spaß haben!

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. (Römer 12,12)

Paulus lädt ein zum Mitmachen, zum Mithoffen, zum Mitgeldulden, zum Mitbeten. Dazu wollen wir einladen: alle Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern und Großeltern, die Tanten und Onkels, die Cousinen und Cousins, die Halbschwestern und -brüder, die Patchwork-Family und die allerbesten Freundinnen und Freunde, in Altenthann und Burgthann.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Pfarrer Bernhard Winkler mit allen Mitarbeitenden unserer Gemeinden

Die Bibel im Alltag