Gebet

Lieber Gott,

wir befinden uns gerade in einer schrecklichen Zeit mit Gefahr für Leib und Seele durch das unbekannte Corona-Virus.
Niemand war darauf vorbereitet und keiner hätte sich in den schlimmsten Träumen vorstellen können, dass die Bedrohnung derartige Ausmaße annimmt.
Lass uns nicht verzweifeln, Herr! Hilf uns, geduldig zu bleiben und auf deine Hilfe zu hoffen, damit wir nach diesen Wochen oder Monaten wieder fröhlich ans Werk gehen können, dir zum Lobpreis und zur Ehre.
Lieber Vater im Himmel, sprich du nur ein Wort und deine Erde wird gesund! Darauf hoffen wir in der Gewissheit, dass wir nicht alleine sind und du uns behütest und bewahrst.

Amen.
(Nina Sander, Gemeindeglied Burgthann)

Angedacht im März

„Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!“ Markus 13,37 Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen…

Seht euch vor, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

Liebe Gemeinde!

Da gibt es etwas zu entdecken, was nur schwer zu ertragen ist: Wir werden vergehen. Ja, nicht nur wir selber, auch „Himmel und Erde werden vergehen“. Darum die Mahnung Jesu: „Seht euch vor, wachet!“

Ob wir diese Mahnung nötig haben? Ich meine: ja! Die Vorstellung nicht mehr zu sein, verdrängen wir gerne– und was im Grunde alle wissen, aber auch nicht wahrhaben wollen: „Himmel und Erde werden vergehen.“ Das geschieht nicht erst in ferner Zukunft. Das geschieht schon jetzt.

Da ist also auf der einen Seite das, was unser Leben bestimmt: Es vergeht. Das ist das Gesetz unseres Lebens. Auf der anderen Seite stehen Jesu Worte. Sie ergreifen uns inmitten der vergehenden Welt. Und sie lassen uns etwas von der Ewigkeit ahnen. Im letzten Buch der Bibel hat der Seher Johannes dies so ausgedrückt: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen … und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“

Das hat die Endzeitpropheten aller Zeiten nicht davon abgehalten zu berechnen, wann dieser Tag eintritt. Doch ist es zwecklos nach den „Zeichen der Zeit“ Ausschau zu halten und sie deuten zu wollen: Kriege, Seuchen, Klimawandel... All das ist nur Teil der oftmals verstörenden und empörenden, aber alles in allem sich doch häufig wiederholenden Menschheitsgeschichte. Ein Hinweis auf das unmittelbar bevorstehende Ende der Welt ist es nicht.

Das sage ich allen: Wachet! Seid aufmerksam für das Leben! Das ist die Mahnung, die bleibt: Schaut genau hin, seid wachsam und aufmerksam für das Leben!

Günter Tischer

Tageslosung
Die Bibel im Alltag
Pfarrerin oder Pfarrer werden

Es gibt Berufe, die sind immer nachgefragt: Arzt, Feuerwehrmann oder Lehrer. Der Beruf eines Pfarrers oder einer Pfarrerin ist dagegen ziemlich out. Das scheint junge Menschen kaum anzusprechen.

Gründe gibt es genug dafür, auch wenn nicht immer alles stimmt, was so gedacht und gesprochen wird. Gibt es aber auch Gründe, die für diesen Beruf sprechen?

Das Aufgabenfeld eines Pfarrers hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert, so wie sich das Leben der Menschen insgesamt verändert hat. Eines ist aber geblieben: der persönliche Kontakt. Das ist das wichtigste. Die Begegnung von Mensch zu Mensch - auf Augenhöhe - in Respekt und Achtung.

Dazu kommt die besondere Situation. Denn es geht beim Pfarrer nicht selten um sehr entscheidende Momente: Der Beginn eines neue Lebens oder auch dessen Ende. Geburt und Tod, Anfang und Ende, damit hat man sehr viel zu tun. Und schließlich geht es um den Glauben, den eigenen wie den von anderen. Es ist eine dauernde Auseinandersetzung, ein sich immer neu fragen, immer neu Antworten versuchen, immer neu in Gemeinschaft treten und miteinander feiern.

Der Beruf des Pfarrer ist was für Spezialisten, die alles versuchen wollen. Es ist einer der letzten Berufe, der sich mit dem Alltag von Menschen beschäftig und dabei keine Ab- oder Ausgrenzungen vornimmt. In diesem Beruf ist immer alles möglich, sogar das Unmögliche. Wer gerne Achterbahn fährt, der ist hier richtig!

© Pfarrer Bernhard Winkler

Infos zu Ausbildung und Beruf erhalten Sie im Pfarramt oder unter
http://www.studienbegleitung-elkb.de

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